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Corona-Ansteckungsgefahr senken – Das können Gastronomen tun

Veröffentlicht am 22.03.2021

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Quelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-menschen-frau-jung-3951628/

Der Lockdown hat macht uns mürbe. Auch im neuen Jahr müssen Hotels, Bars und Restaurants ohne Takeaway-Service vorerst geschlossen bleiben. Das trifft die ohnehin schon geschwächte Gastronomiebranche besonders stark. Seit Anfang 2020 erleben wir die wohl härteste Zeit für die Gastronomie seit vielen Jahrzehnten. Selbst erfahrene Gastronomen stellen sich großen Herausforderungen.

Nun fiebern alle der Wiedereröffnung der Gastronomie entgegen, und jeder – vor allem die Gastronomen selbst – kann einen Beitrag zur Prävention eines weiteren Lockdowns leisten.

Wir haben einen Anti-Corona Plan mit 6 Punkten erstellt, der Dir dabei hilft, Deinen Beitrag zu leisten:

Die AHA+L-Regeln

1. Abstand halten durch begrenzte Gästezahlen (Abstand)

Wie ja allgemein bekannt ist, sind 1,5 m Abstand als Richtwert empfohlen. Je näher die Gäste zueinander sitzen, desto höher ist auch die Ansteckungsgefahr. Für Gastronomen heißt das, dass hauptsächlich der Abstand zwischen den Tischen vergrößert werden, eventuell sogar die Tischanzahl minimiert werden muss. Ein zweiter Ansatzpunkt sind die Sitzmöglichkeiten am Tisch. Je mehr Leute an einem Tisch sitzen, desto kleiner wird der Abstand. Viele Restaurants haben schon ein Limit von 4 Personen pro Tisch umgesetzt. Das heißt für Dich: in den Stoßzeiten weniger Gäste. Auch die Toilettenzugang sollte eingeschränkt werden. Beispielsweise dürfen nicht zwei Personen gleichzeitig auf eine Toilette. Das ist zwar nervig, doch es kommt relativ selten vor, dass man lange warten muss. Soweit es bei Dir möglich ist, kannst Du auch eine räumliche Trennung vornehmen, um die Kontakte weiter zu beschränken. Das könnte mit Trennwänden oder Vorhängen geschehen.

2. Regelmäßig desinfizieren und lüften (Hygiene + Lüften)

Besonders wichtig ist auch das Bereitstellen von Desinfektionsmitteln. Am besten sollten sich die Gäste bereits vor, spätestens jedoch kurz nach dem Betreten des Restaurants die Hände gründlich desinfizieren. Das verhindert die Virusverbreitung beim Anfassen von Gegenständen im Lokal. Natürlich sollten auch die Tische, Stühle, der Tresen und andere Möbel regelmäßig desinfiziert werden. Eine weitere Maßnahme ist das Lüften der Räumlichkeiten. Auch wenn gerade im Winter eine wohlig warme Atmosphäre zum Wohlbefinden beiträgt, sollten nicht nachlässig mit dem Lüften umgegangen werden. Ein regelmäßiger Luftaustausch sorgt nämlich dafür, dass sich die in der Luft vorhandenen Aerosole nicht weiter ausbreiten.  

3. Mund-Nase-Schutz tragen (Alltagsmaske)

Genauso wie die Speisekarte ist auch der Kellner ständig in Kontakt mit den Gästen. Er setzt sich, aber auch andere deshalb einem erhöhten Risiko aus. Aber nicht nur der Kellner birgt die Gefahr, das Virus von Tisch zu Tisch zu tragen. Auch herumlaufende Gäste können die Verbreitung des Virus begünstigen, indem sie sich im Lokal bewegen (z.B. zur Toilette oder zur ihrem Tisch). Dieses Risiko kann z.B. mit einem verpflichtenden Mund-Nase-Schutz für das gesamte Personal und herumlaufende Gäste minimiert werden. 

Digitalisierung des Betriebs

4. Lieferservice einrichten

Wenn Du noch keinen eigenen Lieferservice hast, dann ist jetzt sicherlich der richtige Zeitpunkt, um einen aufzubauen – für Deine Gäste, aber vor allem für Dich selbst. Immer mehr Menschen in Deutschland bestellen ihr Essen während der Pandemie online. Den geringsten Anteil macht(e) laut einer Befragung von über 1000 Deutschen ab 16 Jahren (Quelle: Bitkom, Juni 2020) die direkte Bestellung der Speisen über die betriebseigene Homepage aus – sowohl vor als auch während der Pandemie. Das liegt vermutlich daran, dass nur wenige Gastronomen ihren Gästen die Möglichkeit bieten, auf ihrer Homepage zu bestellen. Mithilfe einer Bestellsoftware kann dieses Problem ganz einfach gelöst werden. Ein solches Bestellsystem bietet neben der Kundenbindung viele weitere Vorteile:

  • Kunden können über die Website bequem bestellen und bezahlen (Paypal, Kreditkarte und co.)
  • Übersichtliche Auflistung der Gerichte mit Angabe von Extrawünschen
  • Bei uns: keine Umsatzbeteiligung! 
Quelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/macbook-pro-neben-pasta-2894276/

Ohne einen Lieferservice haben Gastronomen während der Corona-Pandemie nur wenige Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Möglich ist aber z.B. die Vorbestellung und Abholung der Speisen durch den Gast. Auch dabei kann eine passende Bestellsoftware hilfreich sein. Der Gast kann direkt auf der Webseite des Gastronomiebetriebes bestellen und bezahlen und sieht anschließend, wann das Essen abholbereit sein wird. 

5. Digitale Speisekarte und kontaktloses Zahlen

Wenn eine Speisekarte täglich von mehreren Gästen angefasst wird, können Viren auf der Karte hinterlassen werden. Das steigert die Ansteckungsgefahr maßgeblich. Speisekarten müssen deswegen nach jeder Benutzung desinfiziert werden, was leider dazu führt, dass sie schneller Gebrauchsspuren aufzeigen und das Personal mit zusätzlichem Aufwand belastet wird. Eine einfache Lösung ist eine digitale Speisekarte bzw. Getränkekarte. Diese kann der Gast kontaktlos über einen QR-Code auf sein Smartphone ziehen, was das Ansteckungsrisiko senkt. Der Gast muss nur die Handykamera auf den QR-Code am Tisch halten und schon öffnet sich die digitale Speisekarte. Neben der geringeren Ansteckungsgefahr gibt es aber weitere Vorteile wie z.B.:

  • Kein Warten auf die Speisekarte
  • Durch leckere Bilder und Beschreibungen wird der Appetit angeregt
  • Flexibleres Angebot, da man Änderungen schnell und kostenlos vornehmen kann
  • Menü ist einsehbar, auch wenn man nicht im Lokal ist

Neben der digitalen Speisekarte hilft das kontaktloses Zahlen bei der Senkung der Ansteckungsgefahr, denn Bargeld ist ein ebenfalls potentieller Ansteckungsfaktor. Google und Apple Pay, sowie Paypal sind bei Kunden sehr beliebt. Und es ist mega bequem: einfach das Handy an den Sensor halten (NFC) und der Betrag wird abgebucht.

Quelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-surfen-internet-cafe-6205525/

6. Digitale Anwesenheitsliste

“Brad Pitt” oder “Hanna Montana”. Wären die Folgen der Corona-Pandemie nicht so heftig, wären solche Falschangaben ja vielleicht noch ganz lustig. In Anbetracht dessen, wie ernst die Lage aber derzeit ist, sollte sichergestellt werden, dass wichtige Tools zur Kontaktnachverfolgung (wie z.B. eine digitale Anwesenheitsliste) nicht für Scherze wie diese missbraucht werden. Digitale Anwesenheitslisten bieten dabei im Vergleich zu ihren analogen Pendants viele Vorteile. Sie ermöglichen ein kontaktloses Eintragen der Personendaten und per Knopfdruck eine schnelle und unkomplizierte Datenübermittlung an das Gesundheitsamt. Dabei kann überprüft werden, ob die Angaben realistisch sind und ob alle Pflichtfelder ordnungsgemäß ausgefüllt wurden. Eine super Sache also für all diejenigen, die sich den ganzen Papierkram sparen wollen und eine schnelle Kontaktnachverfolgung begünstigen wollen.